Von majestätischen Urbeißern, Kälbern und dem Lenné-Park im Nationalpark Unteres Odertal
Geführtes Wandern im Nationalpark Unteres Odertal verspricht immer besondere Naturbegegnungen. Bei der Exkursion „Weite Wiesen, wilder Wald – Wanderung über den Wildnis-Erlebnispfad zur Wisentweide“ verlief der Tag zwar anders als geplant, wurde aber nicht minder spannend! Da im Nationalpark aufgrund der Afrikanischen Schweinepest (ASP) der eigentliche Wildnis-Erlebnispfad gesperrt ist, wichen wir auf eine Ausweichroute aus.
Start am Schloss Criewen & Geschichte im Lenné-Park
Die Tour startete direkt am Schloss Criewen. Bevor es zu den Tieren ging, gab es reichlich Wissenswertes zur Historie: Das Schloss – einst Herrenhaus der Familie von Arnim – bildet das Herzstück des berühmten Lenné-Parks. Der Gartenkünstler Peter Joseph Lenné gestaltete hier ab 1822 einen der schönsten Landschaftsparks der Region, der nahtlos in die freie Odertal-Landschaft übergeht.
Nahost-Begegnung an der Wisentweide: Junge Kälber & Futterrufe
Mit einer beachtlichen Gruppe von rund 40 bis 50 Naturbegeisterten ging es auf direktem Weg zur weitläufig eingezäunten Wisentweide. Wisente sind von Natur aus eher scheu und halten Abstand zum Menschen. Mit etwas Futter lockte der zuständige Landwirt die rund zehnköpfige Herde jedoch ganz nah an den Zaun. So bot sich uns eine fantastische Sicht auf die imposanten Tiere.
Ein besonderes Highlight: In der Herde liefen süße kleine Kälber mit, die erst im Juni diesen Jahres geboren wurden! Während wir die Urviecher aus nächster Nähe beobachteten, stand der Landwirt geduldig Rede und Antwort. Wichtig für alle Besucher: Füttern darf ausschließlich der Landwirt mit geeignetem Futter – bitte niemals selbst Mitgebrachtes über den Zaun werfen! Aber auch ohne Fütterung lassen sich die majestätischen Tiere auf der großen Fläche meist wunderbar beobachten.
Rückweg über den Parkgarten & Streuobstwiese
Der Rückweg führte durch den malerischen Parkgarten Criewen. Vorbei an einer riesigen Streuobstwiese gab es hier für einen schmalen Taler frisches, regionales Obst zum Mitnehmen. Auch wenn der Wildnis-Pfad entfallen musste: Es war ein rundum schöner, lehrreicher und gelungener Nachmittag im Nationalpark!