Schluss mit Popo-Aua: So findest du die perfekte Sitzposition!
Die Uckermark bietet traumhafte Radwege, aber nach einigen Kilometern zwischen den Hügeln und Seen merkt man oft: Wenn der Sattel nicht passt, wird die schönste Tour zur Qual.
Mein persönlicher Favorit: Der Velo Newport Gemini
Nach unzähligen Tests und so mancher schmerzhaften Erfahrung habe ich vor Jahren meinen „Sattel-Seelenverwandten“ gefunden: den Velo Newport Gemini. Mittlerweile habe ich ihn auf beiden Fahrrädern montiert.
Warum genau dieser? Das Besondere ist die großzügige Aussparung in der Mitte (der sogenannte „O-Zone“-Ausschnitt). Das sorgt für eine effektive Druckentlastung im Dammbereich und schont die Prostata – ein Punkt, der für uns Männer auf langen Touren absolut entscheidend ist.
Das Ergebnis: Selbst Touren über 100 km durch die Uckermark sind für mich heute absolut schmerzfrei machbar.
Übrigens: Für die Frauen gibt es das Modell auch in einer etwas breiteren Ausführung, die speziell auf die weibliche Anatomie abgestimmt ist.
Was noch für diesen Sattel spricht:
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🏆 Langstreckentest: Ich habe ihn über mehrere tausend Kilometer ausprobiert – man sitzt wirklich fantastisch darauf, auch nach Stunden im Sattel.
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🔧 Einfache Montage: Er lässt sich super einfach montieren, da ihr die Teile eurer alten Sattelstütze meist direkt weiterverwenden könnt. Achtet bei der Montage darauf, dass der Sattel waagerecht steht – so nutzt ihr die Entlastungs-Aussparung am effektivsten!
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✨ Optik: Er sieht an fast jedem Rad richtig gut aus – sportlich, aber komfortabel.
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🍑 Passt der auch mir? Jeder Hintern ist individuell, aber der Newport Gemini ist ein echter Allrounder. Durch seine ergonomische Form verteilt er den Druck gleichmäßig – ideal für Gelegenheitsradler und Vielfahrer.
Mein Fazit: Falls du auch Probleme mit Sitzbeschwerden beim E-Biken hast, ist dieser Sattel definitiv einen Blick wert. Dein Körper wird es dir bei der nächsten Tour durch die Uckermark danken!
Voraussetzung für schmerzfreies und entspanntes Radfahren
In 4 Schritten zur optimalen Sitzposition
Damit du schmerzfrei und entspannt durch die Uckermark radelst, ist die richtige Einstellung entscheidend. Eine optimierte Position schont Rücken und Knie, verbessert die Kraftübertragung und lässt dich viel länger ermüdungsfrei fahren.
1. Das kleine Werkzeug-Set
Bevor es losgeht, lege dir folgendes bereit:
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Schlüssel: Gabel- oder Ringschlüssel (Größen 10–15) & Inbus (4, 5, 6 mm)
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Messhilfe: Maßband, ein dünnes Buch & einen Taschenrechner
2. Schrittlänge bestimmen
Zieh die Schuhe aus und stell dich gerade an eine Wand. Nimm ein dünnes Buch und ziehe es im Schritt nach oben, bis du einen leichten Widerstand spürst (so simulierst du den Druck des Sattels beim Fahren). Miss nun den Abstand von der Oberkante des Buches bis zum Boden.
Die Formel: Multipliziere diesen Wert mit 1,09 und addiere 1 cm. Das ist dein perfektes Einstellmaß!
3. Die Sattelhöhe einstellen
Bringe ein Pedal in die tiefste Stellung. Miss nun vom Mittelpunkt der Pedalachse bis zur Oberkante deines Sattels. Entspricht dieser Wert nicht deiner Rechnung aus Schritt 2? Dann löse die Klemme und passe die Höhe an.
4. Die Sattelposition (Vor und Zurück)
Für eine ideale Kraftübertragung setz dich aufs Rad und bringe die Pedale in die waagerechte Position. Wenn du nun ein Lot (z. B. eine Schnur mit einem Schlüssel dran) an deiner Kniescheibe anlegst, sollte es genau durch die Mitte der Pedalachse fallen. Schiebe den Sattel in der Halterung nach vorn oder hinten, bis es passt.
Mein Tipp für unterwegs (oder das Leihrad)
Wenn du gerade kein Werkzeug hast oder ein fremdes Rad nutzt: Setz dich auf das Fahrrad und stelle die Ferse auf das Pedal am tiefsten Punkt. Dein Bein sollte nun locker durchgestreckt sein, ohne dass du die Hüfte verdrehen musst. Das ist die gesündeste Position, die man ganz ohne Hilfsmittel finden kann!
Fazit: Dranbleiben lohnt sich!
Egal ob du nur eine kurze Runde um den Oberuckersee drehst oder die große Tour planst: Dein Fahrrad sollte sich dir anpassen, nicht umgekehrt. Nimm dir die zehn Minuten für das Justieren – dein Körper wird es dir danken. Wir sehen uns auf dem Radweg!