Uckermärker Landrunde Tag 11
Hier das große Finale der Uckermärker Landrunde! Nach gut 150 Kilometern schloss sich in Prenzlau der Kreis genau dort, wo vor Wochen eine unvergessliche Reise durch die Uckermark begann. Die 11. und letzte Etappe führte auf 12 Kilometern von der historischen Wassermühle in Gollmitz zurück an den Unteruckersee – eine Tour voller herbstlicher Ruhe, Geschichte und Weitblick.
✔️ Tour-Check: Tag 11
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📍 Start: Gollmitz
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🏁 Ziel: Prenzlau
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📏 Streckenlänge: ca. 12 Kilometer
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⏱️ Dauer: ca. 2,5 – 3,5 Stunden (zzgl. Pausen)
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🏔️ Charakter: Moderate Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.
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🚶 Wegbeschaffenheit: überwiegend Wanderwege, alter Bahndamm, Asphalt
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🏠 Einkehrmöglichkeit: am Ziel in Prenzlau
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📥 Download: Uckermaerker Landrunde Tag 11 .gpx
Geflügel-Gesang in Klein Sperrenwalde & frühes Reh-Glück
Der Start an der Wassermühle in Gollmitz verlief zunächst ganz entspannt auf einer ruhigen Straße. In Klein Sperrenwalde empfing mich eine herrlich ländliche Geräuschkulisse: Ob in diesem beschaulichen Ort mehr Einwohner oder mehr Geflügel zu Hause sind, ließ sich gar nicht so leicht sagen! Weiter ging es über klassisches Kopfsteinpflaster, während sich links und rechts die Landschaft weit öffnete.
Die sanften Hügel der Uckermark zeigten sich von ihrer besten Seite. Auf einer Weide ließ sich ein Reh beim Frühstück beobachten – mit behutsamen, lautlosen Schritten konnte ich diesen ruhigen Moment genießen, ohne das Tier zu stören.
Eisenbahngeschichte & der Abenteuer-Bahndamm
Nach dem Überqueren der L 15 folgte der Weg einem wilden, kniehoch bewachsenen, Trampelpfad. Nach etwa 500 Metern tauchten in Groß Sperrenwalde zwei rote Backsteingebäude auf: Das ehemalige Bahnhofsgebäude – wunderbar erhalten, wenn auch unbewohnt.
Der Wanderweg führt wenig später auf dem alten Bahndamm, der einstigen Nebenbahn Löwenberg–Templin–Prenzlau, die im März 1899 von den Preußischen Staatseisenbahnen eröffnet wurde, um die westliche Uckermark anzubinden. Sie verband über ein Jahrhundert lang die Region. Im Mai 2000 rollte hier der letzte Personenzug. Wo einst Dampf- und Dieselloks über die Schienen fuhren, wandert man heute auf dem alten Bahndamm zwischen verbliebenen Schwellen und Schotter mitten durch die friedliche Natur.
Obwohl ein Schild vor „unwegsamer Wegführung“ warnt, lässt sich der Pfad mit kleinen, aufmerksamen Schritten über die verbliebenen Holzschwellen und das Schotterbett hervorragend laufen. Vor dem inneren Auge sah ich eine alte Dampflok mit dichten Nebelschwaden durch diese friedliche Landschaft zischen.
Wildapfel-Pause & bäuerliche Idylle
Während am Himmel große Gruppen laut trompetender Kraniche vorbeizogen und auf den Weiden tiefenentspannte Rinder grasten, hielt die Natur noch eine kleine Belohnung bereit: An einer Stelle ragten Äpfel direkt in den Weg hinein. Nach dem ersten Bissen stand fest: Die sind so köstlich, dass ich nochmal umdrehte, um ein paar Äpfel als Wegzehrung und für zu Hause im Rucksack zu verstauen!
Später, vorbei an einem einsamen Gehöft mitten im Nichts, bot eine kleine Rast die perfekte Gelegenheit, einem Bauern beim Pflügen des Feldes zuzuschauen – entschleunigte Landwirtschaft pur.
Ankunft in Prenzlau: Ein mächtiger Baum & das Ziel am See
Je näher Prenzlau rückte, desto öfter kreuzte die alte Trasse noch den Weg, vorbei am ehemaligen Vorstadtbahnhof. Kurz vor dem Ziel führte die Route durch einen Park mit wunderschönem alten Baumbestand. Absolute Krönung war eine imposante Platane, deren vier mächtige Hauptäste fast wie eigene Bäume in den Himmel ragen.