Rundtour ab Ringenwalde

Wer eine Wanderung sucht, die sanfte Naturbeobachtungen, kulinarische Wegesränder und tiefgreifende Geschichte vereint, wird diese rund 12 Kilometer lange Runde ab Ringenwalde lieben.

✔️ Tour-Check

  • 🏁 Start & Ziel: Ringenwalde

  • 📏 Streckenlänge: ca. 12 km
  • ⏱️ Dauer: ca. 2,5- 3,5 Stunden (zzgl. Pausen)
  • 🏔️ Charakter: Moderate Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.
  • 🏠 Einkehrmöglichkeit: Gasthof zum "Grünen Baum" am Start/ Ziel
  • 📥 Download: Rundtour ab Ringenwalde.gpx

Prachtvolle Alleen, Brombeer-Pausen und Waldgeschichten

Der Weg startet in Ringenwalde und führt schon bald über die stillgelegte Bahntrasse der Strecke Joachimsthal–Templin. Direkt im Anschluss tauchst du in eine atemberaubende Lindenallee ein: 

Knorrige, mächtige Linden wechseln sich ab mit alten Eichen. Links und rechts öffnet sich der Blick weit in die Landschaft der Uckermark, während in der Ferne bereits die markanten Rufe der Kraniche durch die Luft schallen.

Am Ortsschild von Libbesicke lohnt sich ein unvermittelter Stopp: Reife, schwarze Brombeeren säumen hier den Wegesrand und verleiten zu einer ausgiebigen naschenden Pause.

Weiter geht es auf schattigen Waldwegen – vorbei an emsigem Gekrabbel und bunten Blüten. Auf einem dichten Streckenabschnitt heißt es gut aufpassen, um nicht mitten in das Kunstwerk einer Spinne samt ihrer Bewohnerin zu laufen! Und wer aufmerksam auf den Boden schaut, entdeckt vielleicht seine ganz eigenen Schätze: Zwar waren es keine drei Haselnüsse wie bei Aschenbrödel, sondern drei glänzende Eicheln mitten auf dem Pfad – aber ein bisschen Magie schwingt im Uckermark-Wald ja immer mit.

Vom Naturschutzgebiet „Zum Winkel“ bis zu den Bronzezeit-Gräbern

An einer lichten Stelle überrascht eine farbenfrohe, wilde Blumenwiese mitten im Wald. Von dort aus führt die Route in den Bereich „Zum Winkel“ – ein geschütztes Naturschutzgebiet, das mit seinen wertvollen Moorlandschaften und Renaturierungsflächen für absolute Stille sorgt.

Mitten in dieser friedlichen Natur wartet eine echte Überraschung: Plötzlich leuchtet zwischen den grünen Bäumen ein komplett strahlend roter Strauch auf. Kein herbstliches Naturphänomen, sondern echte Landart! Ein lokales Kunstwerk mitten im Dickicht, das den Blick bricht und zum Schmunzeln und Nachdenken anregt. 

Wenig später, nach dem zweiten Querungspunkt der Bahntrasse, stößt man auf echte Zeugen einer ganz anderen Zeit: Eine bronzezeitliche Gräberstätte liegt direkt am Wegesrand – ein gut erkennbares Hügelgrab zeugt von der jahrtausendealten Besiedlung der Region (weitere Gräber liegen gut versteckt im dichten Geäst).

Pflaumenallee, Riesenstein und süßer Abschluss

Über einen etwas wilderen Pfad, auf dem man auch mal über umgestürztes Geäst steigen muss, erreichst du Ahlimbswalde. Die anschließende Obstbaumallee beschert die nächste Wegesrand-Stärkung mit saftigen Pflaumen. Über verschlungene Wege führt die Route zurück nach Ringenwalde, doch bevor es zum Ziel geht, gehört ein Spaziergang durch den idyllischen Gutspark Ringenwalde einfach dazu.

Hier thront das imposante Naturdenkmal: der Riesenstein von Ringenwalde. Dieser gigantische Findling (ein biotitreicher Diorit) wiegt rund 66 Tonnen, hat ein Volumen von gut 22 Kubikmetern und wurde vor Jahrtausenden von den Eismassen der letzten Eiszeit aus Skandinavien hierher transportiert. Der Volkssage nach soll ihn einst ein erbostes Wesen (oder der Teufel höchstselbst) geworfen haben, um den Bau einer Kirche zu verhindern!

Nach all den Eindrücken gibt es den perfekten Ausklang im bekannten Landgasthof „Zum Grünen Baum“ bei einem Stück frischem Obststreuselkuchen und einem heißen Milchkaffee.