Uckermärker Landrunde Tag 6

Ringenwalde- Petersdorf Siedlung (ca. 15 km)

📍 Tour-Check: Tag 6

  • 🏁 Start: Ringenwalde

  • 🏁 Ziel: Petersdorf Siedlung

  • 📏 Streckenlänge: ca. 15 km

  • ⏱️ Dauer: ca. 4,5 – 5,5 Stunden (zzgl. Pausen zum Beobachten)

  • 🏔️ Charakter: mittel (wegen der Länge)

  • 🚶 Wegbeschaffenheit: Naturbelassene Waldwege, feste Waldstraßen

  • 🏠 Einkehrmöglichkeit: am Anfang herzhafte Einkehr in der Gaststätte „Zum grünen Baum“ in Ringenwalde, sonst keine

  • 📥 Download: Uckermaerker Landrunde Tag 6.gpx


🥾 Uckermärker Landrunde – Tag 6: Die Magie der Stille zwischen Ringenwalde und Petersdorf

Wer beim Wandern die absolute Stille sucht, das Knirschen des Waldbodens unter den Sohlen schätzt und einfach mal den Kopf komplett auf Durchzug stellen möchte, der ist auf der 6. Etappe der Uckermärker Landrunde genau richtig. Auf gut 15 Kilometern führt dieses Teilstück von Ringenwalde bis nach Petersdorf Siedlung – eine Tour voller Waldduft, uriger Pfade und wohltuender Einsamkeit.

Etappen-Logistik Bevor es auf Schuster Rappen losgeht, verlangt der Weg nach ein bisschen Schienen- und Straßen-Strategie: Mit dem Auto ging es zuerst nach Petersdorf Siedlung zum Etappenziel, von dort entspannt mit dem Fahrrad zurück zum Startpunkt nach Ringenwalde. Nach der Wanderung wird das Rad mit dem Auto einfach wieder eingesammelt – so ist man völlig flexibel und ungebunden!

Im Reich der Düfte, Schmetterlinge und Spechte Gleich zu Beginn in Ringenwalde überquert man die stillgelegte Bahnstrecke Templin–Joachimsthal. Vorbei an weitläufigen Feldern und einem riesigen, mächtigen Birnenbaum führt der Weg schon nach kurzer Zeit hinein in einen dichten Kiefernwald. Was sofort auffällt: Dieser unverwechselbare, warme Kiefernwald-Geruch und eine fast schon mystische Stille.

Kein Großstadtlärm, kein Motorengeräusch – außer dem regelmäßigen Klopfen eines Spechts im Hintergrund hört man nur die eigenen Schritte und das leise Rauschen des Windes in den Baumwipfeln. Die heimischen Vögel schienen mit mir Versteck zu spielen: Sie saßen stumm im Geäst, während mich auf einigen Wegabschnitten lautlos farbenfrohe Schmetterlinge begleiteten.

Urige Pfade und glitzerndes Wasser Die Wege auf dieser Etappe sind hervorragend begehbar, teilweise herrlich urig und grasbewachsen, eingerahmt von dichtem Grün. Ab und zu blitzte rechts oder links zwischen den Bäumen das glasklare Wasser kleinerer Gewässer durch.

Ein riesiges Plus für Genusswanderer: Auf diesem Abschnitt gibt es eine erfreulich hohe Dichte an Sitzgelegenheiten für kleine Pausen – das ist auf Fernwanderwegen bekanntlich nicht überall selbstverständlich! Und auch die Orientierung fällt leicht: Die Markierung „Roter Punkt auf weißem Grund“ ist erstklassig angebracht.

Der Zielspurt nach Petersdorf Nach etwa 11 Kilometern verlässt man bei Ahlimbsmühle erstmals das schützende Blätterdach, um eine Straße zu überqueren, bevor es direkt wieder in den schattigen Wald geht.

Kurz vor dem Etappenziel öffnet sich die Landschaft schließlich mit einem weiten, traumhaften Panoramablick. Durch das kleine Örtchen Petersdorf hindurch, vorbei an einer idyllischen und extrem ruhigen Kleingartenanlage, erreicht man schließlich nach 15 erlebnisreichen Kilometern das Etappenziel in Petersdorf Siedlung.

Mein Fazit: Eine entschleunigende Wanderung für alle Sinneseindrücke, die beweist, wie wohltuend echte Stille sein kann.