Uckermärker Landrunde Tag 10
Rund 14 Kilometer Entschleunigung pur: Die 10. Etappe der Uckermärker Landrunde führt vom historischen Boitzenburg durch die ausgedehnte Zerweliner Heide bis zum idyllischen Zielort Gollmitz. Eine Etappe voller Kontraste – die erste Hälfte geprägt von dichtem, feuchtem Wald, die zweite Hälfte dominiert von der weitläufigen, offenen Kulturlandschaft der Uckermark.
✔️ Tour-Check: Tag 10
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📍 Start: Boitzenburg
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🏁 Ziel: Gollmitz
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📏 Streckenlänge: ca. 14 Kilometer
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⏱️ Dauer: ca. 3,0 – 4,5 Stunden (zzgl. Pausen)
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🏔️ Charakter: Moderate Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.
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🚶 Wegbeschaffenheit: überwiegend Waldwege
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🏠 Einkehrmöglichkeit: keine
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📥 Download: Uckermaerker Landrunde Tag 10.gpx
Regenduft, Kastanienschauer & urige Baumbestände
Direkt in Boitzenburg verlässt man die Straße und taucht auf einen malerischen Feldweg ein, der von einer prächtigen Baumallee gesäumt wird. Da die vergangene Nacht und der frühe Morgen reichlich Regen gebracht hatten, tropfte es leise aus den Wipfeln.
Die Luft im Wald war unglaublich rein, frisch und angenehm feucht. Zu Beginn prasselten reife Kastanien wie ein kleiner Willkommensgruß von den Wipfeln herab, bevor die Allee in einen dichten Mischwald aus mächtigen Ahornbäumen, Buchen und uralten Eichen überging.
Nach etwa zwei Kilometern folgt ein kurzes Stück auf einer asphaltierten Forststraße, bevor die Route auf sanfte Waldwege mitten hinein in Richtung Zerwelin führt. Überall am Wegesrand – und manchmal sogar mitten auf dem Pfad – streckten Pilze ihre Hütchen aus dem feuchten Waldboden.
Dackel-Begrüßung, Kaisereiche & Naturromantik
Im winzigen Ort Zerwelin, der kaum mehr als eine Handvoll Häuser zählt, gab es eine drollige Begegnung: Ein aufmerksamer Dackel begrüßte mich lautstark und lief mir ein paar Schritte hinterher, um sicherzugehen, dass der Wanderer auch brav seinen Weg fortsetzt!
Weiter ging es vorbei an der historischen „Kaisereiche“ – einem imposanten Naturdenkmal, wie sie Ende des 19. Jahrhunderts vielerorts zur Erinnerung an die Kaiserzeit gepflanzt wurden.
Wie tief die Entspannung auf diesem Abschnitt wirkte, merkte ich erst, als meine Smartwatch vibrierte und bereits 8 gewanderte Kilometer anzeigte. Obwohl ich Teile der Zerweliner Heide schon von früheren Touren kannte, fühlte sich der Weg im Nebel- und Regenduft völlig neu an. Kurz vor Naugarten wird der Wanderweg schließlich herrlich grün, schmal und wild.
Zen-Gärten, Fichtenwald & Finale an der Gollmitzer Mühle
Hinter Naugarten öffnet sich die Landschaft weit. Der Blick schweift über sanfte Hügel und die charakteristischen Windparks, die das moderne Bild der Uckermark prägen. Auf der einen Seite eine Pilzwiese, auf der anderen ein frisch bestelltes Feld, dessen feine Furchen fast wie die geschwungenen Linien eines japanischen Zen-Gartens wirkten. Auf der gesamten Etappe sorgen Rastbänke für Pausenmöglichkeiten und der rote Punkt auf weißem Grund führt gewohnt zuverlässig durch die Region.
Kurz vor dem Ziel passiert man noch einen angenehm schattigen, wilden Fichtenwald, bevor ein kleiner Park mit dem friedlichen Mühlenteich erreicht wird, auf dem sich zahlreiche Enten tummelten.