Kajaktour auf dem Oberuckersee: Herbstliche Stille, das Rätsel der „Wasserelfen“ & die Burgwallinsel

Wenn sich das Paddeljahr langsam dem Ende neigt, zählen die ruhigen Momente auf dem Wasser umso mehr. Meine vermutlich letzte Kajaktour der Saison 2026 führte mich auf den Oberuckersee – mit rund 9 Kilometern eine entspannte Runde, bei der nicht Höchstleistungen, sondern das reine Genießen der Natur im Vordergrund standen.

✔️ Tour-Check

  • 🏁 Start & Ziel: Badestelle an der Großen Lanke
  • 📏 Streckenlänge: ca. 9 Kilometer 
  • ⏱️ Dauer: ca. 3,5 bis 4,5 Stunden (je nach Kondition und Fotopausen)
  • 💪 Schwierigkeitsgrad: Moderat
  • 📥 Download: Paddeltour Oberuckersee.gpx

Start an der Großen Lanke & Weitblicke auf Warnitz und Fergitz

Einsetzstelle war die geschützte Badestelle an der „Großen Lanke“ nahe Suckow. Der Oberuckersee ist der zweitgrößte See im Einzugsgebiet der Ucker und verzaubert vom Kajak aus durch seine abwechslungsreichen Ufer.

Mal geht es an dichtem Wald entlang, mal öffnet sich das dicht belaubte Ufer und gibt den Blick frei auf die charmanten Ortschaften Warnitz und Fergitz.

Lichtmagie im See: Das Phänomen der „Wasserelfen“

Während die Herbstsonne das Wasser zum Glitzern brachte, gab es unter der Oberfläche eine ganz außergewöhnliche Beobachtung: Das schräg einfallende Sonnenlicht brach sich in den Wellen und zeichnete seidige, tanzende Lichtschleier direkt ins Wasser. Es sah beinahe so aus, als würden feine Wasserelfen in transparenten Gewändern unter dem Kajak hindurchschweben – ein faszinierendes optisches Zusammenspiel aus Wellenbewegung und Lichtbrechung, das ich so noch nie erlebt hatte!

Gleichzeitig zogen über mir Graugänse in perfekten V-Formationen durch den blauen Himmel. Aufgrund des frischen Windes und des spürbaren Wellengangs blieb die Kamera diesmal sicher verpackt – Sicherheit auf dem Kajak geht schließlich vor Querwellen immer vor.

Geschichte an der Burgwallinsel & kühler Saisonabschluss

Ein Highlight der Route war die Umrundung der historischen Burgwallinsel. Hier befand sich im frühen Mittelalter eine mächtige slawische Burgsiedlung der Ukranen, die einst über eine lange Holzbrücke erreichbar war. Heute steht die Insel unter Naturschutz, befindet sich in Privatbesitz und darf nicht betreten werden – vom Wasser aus strahlt das dicht bewachsene Eiland jedoch eine mystische Ruhe aus.

Zurück an der Badestelle nahe Suckow wartete nach den 9 Kilometern noch ein spontaner Mutbeweis: Ein kurzer, erfrischender Sprung ins kühle Nass ganz ohne Kajak! Ein perfekter, herrlicher Abschluss für einen sonnigen Herbsttag auf dem Oberuckersee.