📒 TAGEBUCH | Auf den Spuren der „Heiden von Kummerow“: Mit Pauken, Trompeten & 50 Teilnehmenden von Biesenbrow nach Schmiedeberg

Veröffentlicht am 31. August 2026 um 08:59

Manchmal wird Literatur auf wunderbare Weise lebendig. Punktgenau zum 142. Geburtstag des Heimatdichters Ehm Welk begaben sich gut 50 kultur- und wanderbegeisterte Teilnehmer auf eine ganz besondere Spurensuche. Angelehnt an den berühmten Roman „Die Heiden von Kummerow“ ging es auf Völkerwanderung von Biesenbrow nach Schmiedeberg – stilecht mit Pauken, Trompeten und wehender Fahne.

Literarische Zwischenstopps & kniffliges Quiz

Die Route führte vorbei an historischen Orten und Gebäuden, die im Buch eine zentrale Rolle spielen. An den jeweiligen Stationen hielt die Gruppe inne, um passenden Buchpassagen zu lauschen oder spannenden Hintergrundinformationen zu folgen – wie etwa der Geschichte über einen echten Goldschatz, der einst zwischen Biesenbrow (im Buch Kummerow) und Schmiedeberg (Fliederberg) entdeckt worden sein soll.

Wer unterwegs gut aufpasste und die Ohren offenhielt, konnte beim begleitenden Quiz glänzen. Während einer gemütlichen Rast erklangen textsicher angestimmt traditionelle Wanderlieder, bevor später die Zettel ausgewertet wurden. Neben den namentlich geehrten Plätzen eins bis vier durften sich am Ende fast alle Teilnehmenden über kleine Gewinne freuen.

Herzlicher Empfang in Fliederberg

Ein absoluter Höhepunkt wartete am Ziel in Schmiedeberg, wo das originale Ortsschild für den Tag kurzerhand durch eines mit der Aufschrift „Fliederberg“ ersetzt worden war. Zum feierlichen Einmarsch der 50-köpfigen Truppe läuteten die Kirchenglocken. Empfangen wurde die Wandergesellschaft von Dorffrauen in historischer Kleidung, wie man sie vor gut 100 Jahren trug, die voller Stolz und mit spürbarer Heimatliebe von ihrem Dorf berichteten.

Gastfreundschaft & Kultur in der Kirche

In der Kirche wartete eine liebevoll zubereitete Verpflegung auf Spendenbasis: Von herzhaften Schmalzbrot-Varianten und heißen Suppen über selbst eingelegte Gurken bis hin zu köstlichen hausgemachten Kuchen blieb kein Wunsch offen. Doch damit nicht genug: Die Dorfgemeinschaft legte kulturell nach, sang ein eigens auf eine bekannte Melodie umgedichtetes Lied und lud zu einer stimmungsvollen Lesung aus den „Heiden von Kummerow“ ein.

Man hatte fast den Eindruck, als wollte das Dorf seine Gäste gar nicht mehr gehen lassen. Ein unvergesslicher Tag voller Herzlichkeit, Kultur und gelebter Uckermärker Gemeinschaft!