Wenn der Blues in die Uckermark einzieht, ist gute Stimmung eigentlich garantiert. Am vergangenen Freitag gastierte die Uckermark Bluesband für ein Konzert in der EISSCHMIEDE Uckermark. Ein Abend, der musikalisch auf ganzer Linie überzeugte, organisatorisch im Vorfeld jedoch einige Schattenseiten aufwies.
Kritik an Organisation & Catering: Eine Stunde Geduldsspiel
Der Start in den Abend verlief für viele Gäste holprig. Wer sich im Vorfeld Tickets im Vorverkauf gesichert hatte, stellte sich auf den angekündigten Konzertbeginn um 19:00 Uhr ein. Ohne Vorabinformation oder Begründung seitens des Veranstalters begann die Show allerdings erst um 20:00 Uhr. Eine volle Stunde unangekündigte Wartezeit – das sorgt verständlicherweise für Unmut.
Auch das eigens eingerichtete Catering ließ leider zu wünschen übrig. Ein Weißwein für knapp 6 € im Plastikbecher passte schlichtweg nicht zum Preis-Leistungs-Anspruch. Die angebotenen Kartoffelwedges stammten aus dem Gastro-Warmhaltebehälter und waren dadurch leider matschig statt knusprig – auch wenn der dazu servierte Quark geschmacklich sehr lecker war. Die größte Überraschung bot jedoch die einfache Bockwurst im Brötchen für stramme 8,50 €. Bio-Qualität in allen Ehren, aber bei diesen Preisen gerät der Genuss doch etwas ins Stocken.
Fünf Herren jenseits der 60 heizen mächtig ein
Um Punkt 20:00 Uhr übernahm schließlich die Uckermark Bluesband das Kommando – und entschädigte das Publikum im Eiltempo. Die fünf erfahrenen Musiker, alle spürbar jenseits der 60, zeigten ab der ersten Sekunde, wie viel Leidenschaft und Spielfreude in ihnen steckt.
Mit Welthits und Klassikern von Eric Clapton, J.J. Cale und Gary Moore brachten sie die Eisschmiede zum Kochen. Die anspruchsvollen Gitarrensolos wurden handwerklich stark auf den Punkt gebracht, Gesang und Rhythmus griffen perfekt ineinander. Spätestens nach den ersten Stücken wippten die Füße, die Köpfe nickten im Takt und die ersten Gäste hielt es nicht mehr auf den Stühlen.
Fazit: Kulinarisch und organisatorisch gibt es für den Veranstalter definitiv Luft nach oben – musikalisch war es dank der Uckermark Bluesband aber ein rundum feuriger und gelungener Abend!