🎭 KULTUR | Shakespeare im Baumarkt? Warum sich der Weg in die Steinstraße lohnt!

Veröffentlicht am 14. April 2026 um 15:50

Wer die Uckermärkischen Bühnen Schwedt (ubs) kennt, weiß: Hier wird mit Leidenschaft gespielt. Aber was passiert, wenn das große Haus umgebaut wird? Man zieht um! Mein neugieriger Blick führte mich am Samstag in die Ersatzspielstätte in der Steinstraße.

Von außen gibt sich der Ort bescheiden – ein ehemaliger Baumarkt (und davor eine Schuhfabrik) mitten im Industriegebiet. Man muss fast zweimal hinschauen, um das Theater nicht zu übersehen. Doch wer die Schwelle überschreitet, erlebt eine Überraschung. Ja, der raue Charme der Fabrikhalle ist noch da, aber das Team hat mit viel Herzblut eine echte Theateratmosphäre gezaubert. Bühne und Plätze sind top – man vergisst schnell, wo man eigentlich gerade ist.

Gesehen habe ich das Stück "Es war die Nachtigall". Ein herrlicher Spaß! Stellt euch vor: Romeo und Julia sind gar nicht gestorben, sondern seit Jahren verheiratet. Statt Liebeslyrik gibt es Ehe-Zoff vom Feinsten. Als dann auch noch William Shakespeare höchstpersönlich auftaucht, um sein "Werk" zu retten, passiert das Unausweichliche: Das Ehepaar verbündet sich und geht gemeinsam auf den armen Dichter los.

Mein Fazit: Ein großartiger Abend, der beweist, dass Theater nicht an goldene Verzierungen gebunden ist. Es ist toll, dass die ubs hier weiter Vollgas geben. Geht hin, unterstützt die Kultur – es lohnt sich, auch im Industriegebiet!