Der Stübnitzrundweg mit Hohenlychen & Softeis-Belohnung

Wasser, spiegelglatte Waldseen, historische Spuren und der beste süße Abschluss der Region: Der Stübnitzrundweg ab Lychen ist eine rund 10 Kilometer lange Genusswanderung für die Seele.

✔️ Tour-Check

  • 🏁 Start & Ziel: Lychen Parkplatz am Stadtsee/ Oberpfuhl

  • 📏 Streckenlänge: ca. 10,5 km
  • ⏱️ Dauer: ca. 2,5- 3,5 Stunden (zzgl. Pausen)
  • 🏔️ Charakter: Moderate Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.
  • 🦟 Ausrüstungs-Tipp: Mückentötolin mitnehmen!
  • 🏠 Einkehrmöglichkeit: Eis Gramsch, mehrere in Lychen
  • 📥 Download: Stübnitzrundweg.gpx

Vom Altstadtblick zum Großen Lychensee

Die Wanderung startet an einem praktischen Parkplatz nahe der Innenstadt. Gleich zu Beginn erwartet dich ein traumhafter, leicht erhöhter Blick auf die Altstadt von Lychen und den glitzernden Stadtsee. 

Über die Hohesteg-Brücke – symbolisch das „Tor zum Großen Lychensee“ – führt die Route vorbei am örtlichen Strandbad.

Zuverlässig markiert mit dem grünen Kreuz auf weißem Grund, geht es direkt am Ufer entlang: rechts das weite Wasser, links der kühle Mischwald. Auf einem der Bootsstege lässt sich mit etwas Glück Familie Graugans beim ausgiebigen Ausflug beobachten.

Spiegelglatte Waldidylle & duftendes Holz

Nachdem der Große Lychensee hinter dir liegt, passiert der Weg ein stellenweise recht trockenes Feuchtgebiet – ein gutes Mückenspray gehört hier auf jeden Fall in den Rucksack! Frisch gepresster Waldduft liegt in der Luft, wenn es vorbei an imposanten Holzstapeln frisch geschlagenen Holzes tiefer in den Forst geht. 

Dann taucht er auf: der Stübnitzsee. Mitten im dichten Wald gelegen, ruht das Gewässer tief eingebettet und spiegelglatt. Einzig das gelegentliche Platschen der Fische, die nach Insekten schnappen, bricht die wohlige Stille.

Waldkontraste, historische Höhepunkte & das Eis-Finale

Im sanften Auf und Ab geht es weiter durch faszinierende Waldabschnitte: Zur linken Seite ragt ein dunkler, tiefgründiger Fichtenwald empor, während rechts junge, lichtdurchflutete Buchen gen Himmel streben. Zahlreiche Bänke säumen diesen Abschnitt und laden zu einer gemütlichen Rast ein.

Auf dem Rückweg nach Lychen passiert die Tour bedeutende Zeitzeugen der Region:

  • Die Helenenkapelle: Erblühte ursprünglich als Anstaltskapelle für die 1902 gegründeten Heilstätten Hohenlychen und diente Patienten sowie Mitarbeitenden beider Konfessionen.

  • Die ehemaligen Heilanstalten Hohenlychen: Ursprünglich um 1902 als Kinder-Heilstätte für Tuberkulosekranke gegründet, wandelte sich das Areal später zu einem prominenten Sport- und Sanatoriumskomplex. Nach einer bewegten und wechselvollen Geschichte in der NS-Zeit und der anschließenden Nutzung durch die Sowjetarmee erstrahlt der Komplex heute als hochwertige Parkresidenz mit modernen Eigentums- und Ferienwohnungen.

Zum krönenden Abschluss weicht die Route minimal vom offiziellen Pfad ab – und das aus gutem Grund! Das Ziel heißt Eis Gramsch: Diese Lychener Softeis-Institution ist weit über die Grenzen der Uckermark hinaus bekannt für ihre wechselnden Sorten und genialen Becher-Variationen. Nach 10 Kilometern in den Beinen gibt es kaum eine bessere und verdientere Belohnung, bevor es die letzten Meter zurück zum Parkplatz geht!