Uckermärker Landrunde Tag 8
Neu Placht ➔ Warthe (ca. 15 km)
Auf zur 8. Etappe der Uckermärker Landrunde! Rund 15 Kilometer reine Natur, duftender Forst und historische Entdeckungen warteten auf der Strecke von Neu Placht nach Warthe. Und wie gewohnt ging es dank der bewährten Kombination aus Wandern und Fahrrad-Logistik reibungslos hin und zurück.
✔️ Tour-Check: Tag 8
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📍 Start: Neu Placht
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🏁 Ziel: Warthe
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📏 Streckenlänge: ca. 15 Kilometer
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⏱️ Dauer: ca. 3,5 – 4,5 Stunden (zzgl. Pausen)
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🏔️ Charakter: Moderate Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.
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🚶 Wegbeschaffenheit: überwiegend Waldwege
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🏠 Einkehrmöglichkeit: Gasthof Zur Linde in Gandenitz (auf gut Glück wegen fehlender Öffnungszeiten)
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📥 Download: Uckermaerker Landrunde Tag 8.gpx
Duftende Waldstille & Vogelstimmen in Neu Placht
Gleich vorweg ein wichtiger Praxistipp: In Neu Placht ist das Mobilfunknetz sehr bescheiden bis gar nicht vorhanden. Es lohnt sich also definitiv, die Tour im Vorfeld auf Plattformen wie Komoot offline zu speichern!
Direkt nach dem Überqueren der Bundesstraße taucht man ein in eine tief entspannende Waldlandschaft. Nach den Regenfällen der vergangenen Tage strömte der Wald einen intensiven, frischen Duft aus. Am Wegesrand lagen stapelweise frisch geschlagenes Holz und eine feine Note von Pilzduft lag spürbar in der Luft.
Abgesehen vom markanten Ruf eines Schwarzspechtes, dem Klopfen weiterer Spechte und den Rufen zweier Eichelhäher herrschte absolute Stille. Man ist zwar allein unterwegs, aber durch die Naturgeräusche nie einsam.
Relikte der Vergangenheit & das „Kirchlein im Grünen“
Unterwegs trifft man immer wieder auf Zeitzeugen vergangener Tage: Erst wird eine stillgelegte Bahntrasse überquert, von der nur noch die Holzschwellen zeugen, wenig später führt eine alte Kopfsteinpflasterstraße mitten durch den dichten Wald – einst sicher ein bedeutender Verbindungsweg.
Punkt 12:00 Uhr erreichte ich Alt Placht, das sympathische Tor zur Kleinen Schorfheide. Exakt zur Mittagsstunde begann die Glocke des berühmten „Kirchleins im Grünen“ zu läuten – einer zauberhaften kleinen Fachwerkkirche, die malerisch von mächtigen, 500 Jahre alten Linden umgeben ist. Ganze fünf Minuten lang hallte das Geläut friedlich durch den Ort.
Badespot am Glambecksee & tierische Begegnungen
Über einen kurzen Radwegabschnitt ging es weiter zum naturbelassenen Glambecksee. Der Wanderweg führt direkt am östlichen Ufer entlang; an der nördlichsten Spitze des Sees lädt eine wunderschöne Stelle zu einer erfrischenden Badepause ein.
Weiter auf dem Waldweg gab es eine kleine Schreck-Sekunde mit Happy End: Mitten auf dem Weg spannte ein großes Spinnennetz samt Bewohnerin. Gerade noch rechtzeitig erkannt, wich ich vorsichtig links aus – damit die Spinne ungestört auf kleinere Beute warten konnte.
Vogelhaus-Siedlung & süße Wegzehrung in Gandenitz
In Gandenitz angekommen – einem Dorf mit sehr charmantem, altem Dorfkern – überrascht am Ortseingang eine originelle „Vogelhaussiedlung“ an einem Baum. Viele kleine Nistkästen dicht an dicht, wovon einige ruhige „Wohnungen“ mitten im Grünen offenbar noch frei sind!
Am Straßenrand gab es dann das kulinarische Highlight der Etappe: Prall gefüllte Pfirsichbäume vor einem Garten! Aus einer Kiste bzw. zum Mitnehmen vor dem Grundstück durfte ich mir eine Handvoll supersaftiger, leckerer Pfirsiche schmecken lassen – die perfekte Erfrischung zur Halbzeit.
Über den Metzelthiner Forst nach Warthe
Die letzten Kilometer führten durch das ruhige Naturschutzgebiet Metzelthiner Forst. Der rote Punkt auf weißem Grund erwies sich wie gewohnt als absolut verlässlicher Wegweiser. Etwa einen Kilometer vor dem Ziel öffnet sich der dichte Wald schließlich und gibt fantastische, weite Blicke über die hügelige Uckermärker Landschaft frei, ehe das Etappenziel Warthe erreicht ist. Ein rundum gelungener Wandertag!