Uckermärker Landrunde Tag 5

Peetzig- Ringenwalde (ca. 14 km)

📍 Tour-Check: Etappe 5

  • 🏁 Start: Peetzig

  • 🏁 Ziel: Ringenwalde

  • 📏 Streckenlänge: ca. 14 km

  • ⏱️ Dauer: ca. 4,0 – 5,0 Stunden (zzgl. Pausen zum Beobachten)

  • 🏔️ Charakter: mittel (wegen der Länge)

  • 🚶 Wegbeschaffenheit: Naturbelassene Wiesen- und Feldwege zu Beginn, weiche Waldböden im Mittelteil, historische Kopfsteinpflasterstraße auf den letzten Kilometern

  • 🏠 Einkehrmöglichkeit: Frische Mirabellen und Äpfel direkt vom Baum, herzhafte Einkehr in der Gaststätte „Zum grünen Baum“ in Ringenwalde

  • 📥 Download: Uckermärker Landrunde Tag 5.gpx


🥾 Uckermärker Landrunde – Etappe 5: Von Peetzig nach Ringenwalde

Die 5. Etappe der berühmten Uckermärker Landrunde steht auf dem Programm: gut 14 Kilometer von Peetzig nach Ringenwalde. Die größte Herausforderung vorab war die Logistik, da die beiden Orte im öffentlichen Nahverkehr quasi nicht miteinander verbunden sind. Meine sportliche Lösung: Mit dem Auto nach Ringenwalde, das Fahrrad abgeladen und die 14 Kilometer zurück nach Peetzig geradelt. Von dort ging es zu Fuß nach Ringenwalde und am Ende wurde das Rad mit dem Auto wieder abgeholt. Der perfekte Auto-Fahrrad-Wander-Triathlon für alle Nachahmer!

Die Rettung des kleinen Kälbchens Kaum hatte ich Peetzig verlassen, hielt die Tour schon eine skurrile Überraschung bereit: Mitten auf dem Wanderweg lag ein winziges, hellbraunes Kälbchen, das offenbar ausgebüxt war. Nach einem kurzen Check, ob es ihm gut geht, rief ich ihm ein motivierendes „Hoppi, hoppi!“ zu und trieb das Kleine vorsichtig vor mir her. Kurz vor dem Dorf entdeckte das aufgeweckte Kalb eine Lücke im Zaun, schlüpfte hindurch und rannte glücklich zurück zu seiner Herde. Ein unerwarteter, aber wunderschöner Extra-Kilometer, bevor die eigentliche Wanderung noch einmal von vorne begann!

Über weite Wiesen und vorbei an süßen Früchten Zurück auf Los ging es vorbei an reifen Mirabellenbäumen – eine Handvoll der süßen Früchte im Gepäck wandert es sich gleich viel besser. Die ersten drei Kilometer der Strecke bleiben wunderbar offen. Rechts Weiden, links weite Felder und der Blick schweift über die typische Uckermark-Landschaft. Schatten ist hier eher selten, aber die Natur sorgt vor: Im Spätsommer und Herbst laden neben den Mirabellen auch zahlreiche Apfelbäume am Wegesrand zur Verkostung ein.

Im unendlichen Wald der Sinne Schließlich taucht der Weg tief in ein gigantisches Waldgebiet ein. Ein herrlicher Mix aus Kiefern, Buchen, Fichten und Mischwald umgibt einen. Hier heißt es: Wandern mit allen Sinnen! Man riecht den typischen Duft des Kiefernholzes, sieht den Boden, der komplett mit dichten Farnen bedeckt ist, und genießt ein fantastisches Zusammenspiel der Natur: Ein herrliches Vogelkonzert hallt durch die Kronen, untermalt vom sanften Summen der Insekten, wenn es dazwischen mal wieder ganz still wird.. An den wilden Brombeersträuchern am Wegesrand tummelte sich bei meiner Tour ein wahres Farbspektakel: Weiße, gelbe, graue und leuchtend orangefarbene Schmetterlinge mit schwarzen Punkten tanzten um die Wette.

Wer hier eine klassische Wanderbank sucht, sucht vergeblich. Aber genau das macht den Reiz aus: Eine Rast mitten im Wald auf einem alten Baumstumpf hat etwas absolut Uriges und Besonderes. Obwohl man die berühmten Weiten der Uckermark hier nicht sieht, spürt man sie – der Wald wirkt unendlich, kilometerweit nur Natur, die nur ein einziges Mal von der Autobahn zerschnitten wird.

Historisches Poratz und das große Finale Nach rund 10 Kilometern im tiefen Grün taucht in der Ferne das erste Zeichen der Zivilisation auf: Poratz. Das kleine, idyllische Dorf besticht durch wunderschöne, denkmalgeschützte Wohnhäuser. Obwohl einige davon leider unbewohnt sind, sind sie fantastisch erhalten und hergerichtet. In der Nähe einer Weide mit Rindern, die wirklich imposante Hörner trugen, legte ich eine letzte Rast ein.

Die verbleibenden Kilometer führen entlang einer nostalgischen Kopfsteinpflasterstraße zurück in die Offenheit der Felder. Die Hektik des Alltags ist hier meilenweit entfernt – bis zu meinem Ziel in Ringenwalde sind lediglich zwei Traktoren gemütlich an mir vorbeigetuckert. Am Ziel angekommen wartet die perfekte Belohnung: Die Gaststätte „Zum grünen Baum“ in Ringenwalde ist ein absoluter Einkehrtipp, um den Tag bei hervorragendem Essen und erfrischenden, kühlen Getränken ausklingen zu lassen.