Templiner Süd 9'er: Waldgeflüster und Kirschblütentraum
Diese rund 57 Kilometer lange Route führt dich durch das waldreiche Herz der Uckermark und verbindet dabei neun malerische Ortsteile südlich von Templin. Es ist eine Tour für Genießer, die das Besondere suchen: Hier triffst du auf historische Spuren, glitzernde Seen und eine Stille, die man heute nur noch selten findet.
📍 Tour-Check
-
🏁 Start & Ziel: Nähe Marktplatz Templin
-
📏 Streckenlänge: ca. 57 Kilometer
-
⏱️ Dauer: ca. 3,5 – 5 Stunden (je nach Fotostopps und Genusspausen)
-
🏔️ Charakter: Abwechslungsreich. Ein Mix aus straßenbegleitenden Radwegen, ruhigen Nebenstraßen und festen Waldwegen. Alles sehr gut befahrbar!
-
🌲 Natur-Faktor: Sehr hoch. Viel Waldanteil (Kiefern), viele Seen und traumhafte Blütenalleen im Frühjahr.
-
🍴 Verpflegungstipps:
-
Gollin: Ein Abstecher zum Hofladen Gut Gollin lohnt sich immer für regionale Schätze.
-
Storkow: Der Reiterhof bietet eine schöne Kulisse für eine kurze Rast.
-
-
📥 Download: Radtour Templiner Süd 9'er.gpx
Templin wird nicht umsonst die „Perle der Uckermark“ genannt. Doch wer den Blick über den historischen Stadtkern hinauswagt, entdeckt eine Landschaft, die kontrastreicher kaum sein könnte. Der Süd-9'er verbindet neun Ortsteile zu einem Erlebnis aus weiten Feldern, tiefen Kiefernwäldern und malerischen Kolonistendörfern.
Von der "Perle" hinaus in die Stille
Wir starten und enden am historischen Marktplatz in Templin. Die ersten Kilometer führen uns entlang der B 109 und einer stillgelegten Bahntrasse. Ja, am Anfang begleiten uns noch die Geräusche der Straße, doch sobald man in die Natur abbiegt, verschluckt die Uckermark jeglichen Lärm. Plötzlich ist da nur noch die Weite und das vertraute Rascheln der Blätter.
Bebersee: Mein persönliches Highlight! Ein altes Kolonistendorf mit wunderschön hergerichteten Holzhäusern. Man fühlt sich wie in einer anderen Zeit. Ein Ort wie aus der Zeit gefallen: Bebersee ist für mich das architektonische Juwel dieser Tour. Das ehemalige Kolonistendorf schmiegt sich idyllisch an den gleichnamigen See und empfängt einen mit einer Ruhe, die fast greifbar ist. Besonders beeindruckend sind die historischen Holzhäuser entlang der Dorfstraße.
Dass diese alten Bauten mit so viel Liebe zum Detail hergerichtet wurden, sieht man an jeder Ecke – sie verleihen dem Dorf einen ganz eigenen, warmen Charakter, den man in dieser Form selten in der Uckermark findet. Wer hier durchrollt, sollte unbedingt einen Gang runterfahren, tief durchatmen und den Anblick dieser Holzhaus-Idylle genießen.
Das Frühlingswunder: 1000 Meter Duft
Ein Erlebnis für alle Sinne bot sich mir auf einem etwa einen Kilometer langen Abschnitt: Eine Allee aus Kirschbäumen in voller Blüte! Das Summen und Brummen der Bienen war so laut, dass man es fast für ein Kraftwerk halten könnte, und der Duft war einfach betörend. Das ist das Privileg des Radfahrers – man fährt mitten durch dieses Parfüm der Natur.
Die 9 Stationen: Jeder Ort ein eigenes Gesicht
Auf dieser Runde durchlebt man die Vielfalt der Templiner Region. Gefühlt hat hier jeder Ort seinen eigenen See und seine ganz eigene Geschichte:
-
Ahrensdorf: Direkt am Zaarsee gelegen. Wer denkt, hier gäbe es nur einen Rastplatz und eine Bushaltestelle, irrt – es ist ein herrlich hübsches Dorf.
-
Gollin: Ein Muss für Genießer! Hier lockt der Hofladen Gut Gollin mit regionalen Spezialitäten.
-
Groß Dölln: Trotz des Namens eher klein, aber unglaublich charmant und idyllisch.
-
Grunewald: Hier ist der Name Programm – Grunewald ist eben Grunewald, eingebettet in sattes Grün.
-
Storkow: Bekannt für seinen Reiterhof, der dem Ort eine lebendige, ländliche Atmosphäre verleiht.
-
Vietmannsdorf: Ein typisches, ruhiges Uckermark-Dorf, das pure Gelassenheit ausstrahlt.
-
Hammelspring: Hier begegnet einem die Geschichte im Vorbeifahren – besonders sehenswert ist das historische Hugenottenhaus.
-
Hindenburg: Wer Wild-West-Luft schnuppern will, ist hier richtig, denn das Eldorado Templin liegt direkt in der Nachbarschaft.
- Templin: Perle der Uckermark
Waldwege und Weite
Die Route wechselt zwischen gut ausgebauten Radwegen und festen Waldwegen. Besonders schön ist der Moment, wenn man aus dem dichten Kiefernwald tritt und sich die Landschaft plötzlich wieder öffnet. In dieser Gegend stören kaum Windräder den Horizont – hier ist die Uckermark noch ganz bei sich.
Mein Fazit:
„Der Templiner Süd-9'er ist die perfekte Tour für alle, die das Waldreichtum der Uckermark lieben, aber auf die typische Weite nicht verzichten wollen. Besonders Bebersee mit seinen Holzhäusern ist ein Muss für jeden Ästheten!“
Fotos von den 9 Orten