85-Kilometer-Radrunde ab Lychen: Glatter Asphalt, historische Highlights & Seeidylle
Wer Lust auf kilometerlangen, butterweichen Asphalt, weite Blicke und faszinierende Zeitgeschichte hat, findet rund um Lychen ein wahres Radsport-Paradies. Diese rund 85 Kilometer lange Rundtour verbindet das Beste der Uckermark mit einem traumhaften Abstecher ins benachbarte Feldberger Seengebiet – ideal für zügiges, entspanntes Dahingleiten auf zwei Rädern.
✔️ Tour-Check
🏁 Start & Ziel: Lychen Am Markt
- 📏 Streckenlänge: ca. 85 Kilometer
- ⏱️ Dauer: ca. 5- 6 Stunden (zzgl. Pausen zum beobachten& rasten)
- 🏔️ Charakter: Schwierige E-Bike-Tour. Sehr gute Kondition erforderlich.
- 🎒 Tipp: Proviant und Wasser für Picknick mitnehmen
- 🏠 Einkehrmöglichkeit: in Lychen, in Boitzenburg
- 📥 Download: Lychen- Boitzenburg.gpx
Von den Heilstätten Hohenlychen zum Kirchlein im Grünen
Der Startschuss fällt am historischen Markt in Lychen. Vorbei an den ehemaligen Heilstätten Hohenlychen – wo teils aufwendig sanierte Gebäude modernes Wohnen bieten, während andere Bauten noch im Dornröschenschlaf warten – geht es an der Helenenkapelle vorbei direkt in den kühlen Wald. Auf flüsterleisem, makellosem Asphalt gleitet man mit Blick auf den Zenssee dahin. Ein majestätischer Greifvogel zog über dem Weg in gleicher Richtung seinen Weg und leistete kurz Gesellschaft. Nach wenigen Kilometern lohnt sich der gut 250 Meter kurze Abstecher nach Alt Placht unbedingt, um dem berühmten „Kirchlein im Grünen“ einen Besuch abzustatten.
Auf Bahntrassen nach Boitzenburg
Hinter Gandenitz öffnet sich die Landschaft mit beeindruckenden Weitblicken, bevor die Route durch das Naturschutzgebiet Brüsenwalde führt. An der Badestelle des Großen Warthesees lädt die Uferkulisse zur ersten Rast ein. Danach wartet ein echtes Radler-Highlight: Auf einer ehemaligen Bahntrasse geht es schnurgerade durch den Forst, über eine Brücke mit Blick auf das Feuchtgebiet darunter und den glitzernden Haussee zur Rechten.
Über Hardenbeck führt der Weg auf feinstem Belag weiter bis nach Boitzenburg. Hier erwartet einen ein echtes Fahrgefühl-Extra: Die Abfahrt zum Schloss führt über kleine Serpentinen im Zickzack hinab.
Das Boitzenburger Schloss präsentiert sich von der Rückseite aus gesehen fast noch stilvoller und imposanter als von der Frontansicht. Nach einer kleinen Sightseeing-Schleife über das Areal rund um Marstall, Mühle und Klosterruine belohnt die MoccaMilchEisbar an der Mühle mit einer verdienten Kugel Eis.
Weitblicke, Maisfelder & das Feldberger Seengebiet
Ab Krewitz geht es erneut auf ein kerzengerades Asphaltband einer ehemaligen Bahntrasse. Wo früher Dampflokomotiven fuhren, rollt man heute entspannt zwischen sanften Hügeln, Feldern und Wäldern hindurch. In der Ferne ziehen Kraniche ihre Kreise, während der Weg vorbei an endlos wirkenden Maisfeldern und vollbehangenen Obstbäumen führt.
Ein kurzer Schlenker führt hinüber zum Breiten Luzin – zwar bereits im Feldberger Seengebiet gelegen, aber landschaftlich zweifellos ein Traum. Über schattige Waldwege geht es weiter Richtung Feldberg und Triepkendorf. Für ein knapp drei Kilometer kurzes Stück auf geschotterter Waldstraße ist kurz erhöhte Aufmerksamkeit gefordert, ehe ab Triepkendorf wieder bester Asphalt übernimmt.
Rückkehr über Rutenberg & Wurlsee
In Rutenberg schlägt das Herz wieder exklusiv für die Uckermark. Auf den letzten Kilometern zurück nach Lychen schimmert rechts das türkisblaue Wasser des Wurlsees durch die Bäume – das perfekte Finale einer grandiosen 85-Kilometer-Runde!