Radtour Uckermark: Gutsherrenradtour Teil 2
Die unendliche Weite der Norduckermark
Dort weitermachen, wo andere umkehren: 75 Kilometer durch das Herz der norduckermärkischen Gutslandschaft. Ein Trip für alle, die Stille und Weite suchen.
📍 Tour-Check
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🏁 Start & Ziel: Prenzlau, Fortführung ab Eickstedt (Anfahrt über L25)
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📏 Streckenlänge: ca. 75 Kilometer (inkl. Anfahrt)
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⏱️ Dauer: ca. 4,5 – 6,5 Stunden (je nach Wind und Pausen)
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🏔️ Charakter: Flachland-Tour für Ausdauernde. Wenig Schatten, dafür endlose Sicht.
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🚜 Wege: Wechsel aus perfektem Asphalt und rustikalem Kopfsteinpflaster in den Dörfern.
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⛰️ Höhenunterschiede: Sehr gering – die Norduckermark ist hier angenehm flach.
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🍴 Einkehrtipp: Da die Orte sehr klein und ruhig sind, empfiehlt es sich, ausreichend Proviant und Wasser dabeizuhaben!
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📥 Download: Gutsherrenradtour Teil 2.gpx
Wer Teil 1 der Gutsherrenradtour geliebt hat, kommt an Teil 2 nicht vorbei. Diese Etappe führt uns tief in den Norden unserer Region, dorthin, wo die Uckermark gefühlt noch ein Stück weiter, flacher und ruhiger ist als überall sonst.
Der Weg in den Norden
Um dort anzuknüpfen, wo wir beim ersten Mal aufgehört haben, führt die Route zunächst gut 12 Kilometer entlang der L25 bis nach Eickstedt. Wer sonntags unterwegs ist, hat Glück: Kaum ein Auto stört die Fahrt, und man kann sich ganz auf das sanfte Surren der Reifen konzentrieren.
Begegnungen am Wegesrand
Hinter jeder Kurve wartet eine kleine Überraschung. Kurz vor Wallmow kreuzte ein ganz besonderer Artgenosse meinen Weg: Ein Fasan rannte über die Straße und versuchte, sich im flachen, jung bewachsenen Feld unsichtbar zu machen – ein herrlicher Anblick, der zeigt, wie lebendig die Natur hier ist.
In Wallmow selbst wartet ein kleiner nostalgischer Moment: Der Ort hat noch eine echte Dorfschule. Auch wenn drinnen heute sicher modern gelernt wird, schweifen die Gedanken beim Vorbeifahren automatisch zu alten Holzbänken und Schiefertafeln.
Zwischen feinstem Asphalt und rustikalem Kopfstein
Die Tour ist ein Wechselspiel der Untergründe. Mal gleitet man über feinsten, glatten Asphalt, dann wiederum fordern die Ortsdurchfahrten mit klassischem Kopfsteinpflaster ein wenig Durchhaltevermögen. Es gehört einfach dazu – es ist der ehrliche Rhythmus der alten Gutsdörfer.
Einmal tief durchatmen: Die Ruhe der Norduckermark
Was diesen Teil der Tour auszeichnet, ist die fast schon unwirkliche Stille. Die kleinen Orte wirken total verschlafen, fast so, als stünde die Zeit still. Selbst die Kühe auf den Weiden strahlen eine absolute Gelassenheit aus – hier wird kollektiv "gechillt".
Im Gegensatz zum waldreichen Süden fahren wir hier durch offenes, flaches Land. Kein Wald bremst den Blick. Wer die Weite liebt, wird diesen Teil der Uckermark ins Herz schließen – hier kann das Auge bis zum Horizont wandern, ohne an einem Baum hängenzubleiben.
Mein Fazit: Teil 2 der Gutsherrenradtour ist nichts für Eilige. Es ist eine Tour für Entdecker, die das ehrliche, flache Land lieben und die meditative Ruhe der verschlafenen Dörfer schätzen. Wer Weite sucht, wird sie hier finden – versprochen!