Angermünder Süd-12’er: Eine Tour für die Seele

Die Uckermark, wie sie leibt und lebt: 12 Ortsteile südlich von Angermünde, unendliche Weite und Naturkonzerte am Wegesrand.

📍 Tour-Check

  • 🏁 Start & Ziel: Kerkow (Bio-Hofladen)

  • 📏 Streckenlänge: ca. 50 Kilometer

  • ⏱️ Dauer: ca. 3,5 – 4,5 Stunden (zzgl. Pausen zum Beobachten & Genießen)

  • 🏔️ Charakter: Abwechslungsreiche E-Bike-Tour. Für alle Fitnesslevel geeignet. Überwiegend gut befestigte Radwege und ruhige Nebenstraßen.

  • ⛰️ Höhenunterschiede: moderat – typisch uckermärkisches Auf und Ab (sanfte Hügel zwischen den Ortsteilen).

  • 🍴 Verpflegung & Einkehrtipps: 

    • Kerkow: Bio-Hofladen (perfekt für Start/Ziel)

    • Wolletz: Kaffee Konsum (gemütliche Pause am See)

    • Schmargendorf: Hemme-Milch (frische Stärkung direkt vom Hof)

    • Angermünde: Diverse Cafés und Restaurants in der historischen Altstadt

  • 📥 Download: Radtour Angermünder Süd-12'er.gpx


Wer die Seele von Angermünde und seiner Umgebung wirklich verstehen will, muss den Süd-12’er fahren. Auf rund 50 Kilometern verbindet diese Runde die südlichen Ortsteile von Angermünde zu einem Gesamtkunstwerk aus Kultur, Genuss und wilder Natur. Hier rollt man nicht einfach nur Kilometer ab – hier sammelt man Augenblicke.

Das Highlight zum Start: Die Blumberger Mühle

Gleich zu Beginn wartet ein echtes Juwel: Das Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle. Ein kurzer Stopp lohnt sich hier immer, um zu verstehen, wie das Ökosystem der Uckermark „funktioniert“.

Mein Tipp: Haltet an den Blumberger Teichen kurz inne. Auf der einen Seite hört ihr das vielstimmige Konzert der Wasservögel, auf der anderen antworten die Vögel des Waldes. Es ist ein Naturkonzert, das man so schnell nicht vergisst.

Die 12 Etappen: Ein Dorf, ein Gesicht

Jeder der 12 eingemeindeten Orte hat seinen ganz eigenen Charme und seine Geschichte:

  • Wolletz: Idyllisch am See gelegen, bekannt für die Fachklinik im Grünen und dem gemütlichen Kaffee Konsum.

  • Altkünkendorf: Das Tor zum Weltnaturerbe Buchenwald Grumsin. Wer es hochprozentig mag, schaut bei der Grumsiner Brennerei vorbei.

  • Zuchenberg: Ein Muss für Pferdefreunde dank des weitläufigen Gestüts.

  • Schmargendorf: Hier heißt es: Absteigen und genießen! Die frische Milch von Hemme-Milch ist der perfekte Treibstoff. Die Öffnungszeiten des Hofladens: Donnerstag bis Sonntag 11- 18 Uhr (Stand April 2026).

  • Herzsprung: Spürt man hier schon den Hauch des nahen Parsteinsees? Ein Ort mit Weitblick.

  • Neukünkendorf: Malerisch am Haussee gelegen – uckermärkische Dorf-Idylle pur.

  • Gellmersdorf: Ein Ort, der einfach für sich steht. Bodenständig, ruhig und echt.

  • Stolpe: Schon von weitem grüßt der „Grützpott“. Der Stolper Turm bietet eine der besten Aussichten der Region über den Naturpark Unteres Odertal.

  • Crussow: Hier liegt Musik in der Luft – die Heimat der weit über die Grenzen bekannten Oderländer Musikanten.

  • Dobberzin: Direkt am Mündesee gelegen – der Endspurt Richtung Stadtzentrum beginnt.

  • Angermünde: Der „Chef von allen“. Die historische Altstadt lädt zu einer Pause ein, bevor es zurück geht.

  • Kerkow: Der Kreis schließt sich. Belohnt euch im gut sortierten Bio-Hofladen mit regionalen Leckereien.

Was diese Tour so besonders macht

Es sind die Momente dazwischen. Die Wege führen durch eine scheinbar unendliche Weite. Im Frühjahr begleiten euch blühende Bäume am Wegrand, deren Summen und Brummen der Insekten fast lauter ist als das Rollen der Reifen. Es ist dieses Gefühl von Freiheit, das man nur hier findet.


Fotos von den 12 Orten