Angermünder Nord 12'er: Die ultimative 12-Dörfer-Radrunde

Mein erster Versuch des „Angermünder Nord 12'ers“ war... sagen wir es mal so: Für Wanderer war die Tour ein Traum, fürs Fahrrad an einigen Stellen aber ein absoluter Albtraum. Doch ich lasse nicht locker! Ich habe mich noch einmal an die Planung gesetzt, die Route komplett optimiert und bin sie zum zweiten Mal geradelt. Was soll ich euch sagen? Jetzt ist sie eine richtig schöne, flüssige Radtour geworden!

Wichtig vorab für Nachahmer: Ja, die neue Route führt über ein paar mehr Straßen. Aber wir sind hier in der Uckermark – die Straßen sind herrlich wenig befahren, sodass das Radeln absolut sicher ist und Spaß macht. Es ist nicht immer alles spiegelglatter Asphalt; es holpert auch mal über das typische uckermärkische Kopfsteinpflaster und es sind ein paar Feld- und Waldwege dabei. Aber alles ist mit einem normalen Touren- oder Trekkingrad wunderbar fahrbar!

12 Dörfer, eine Perlenkette voller Highlights Die Tour verbindet die 12 nördlich von Angermünde gelegenen Gemeinden auf einer großen Runde. Der perfekte Start- und Endpunkt ist Kerkow. Warum? Weil man hier am Ende fantastisch im Hofladen einkehren und sich mit regionalen Leckereien für die Tour belohnen kann.

Von Kerkow aus geht es Schlag auf Schlag:

  • Welsow: Besticht durch seine historische Feldsteinkirche mit dem markanten Holzkirchturm.

  • Mürow: Ein idyllischer Zwischenstopp an einem wirklich schönen Dorfteich.

  • Frauenhagen: Klein, beschaulich, einfach uckermärkische Ruhe pur.

  • Biesenbrow: Auf den Spuren von Ehm Welk und den „Gerechten von Kummerow“.

  • Günterberg: Vorbei an weiten Feldern Richtung Greiffenberg und weiter nach Schmiedeberg

  • Greiffenberg: Ein echtes Kulturfeuerwerk mit der historischen Erdholländer-Mühle, der Burgruine und der Sternwarte. (Auf der Runde kommen wir später über Peetzig sogar noch ein zweites Mal hier vorbei!).

  • Schmiedeberg: Hier wurde ich freudig und neugierig von einer ganzen Herde Ziegen begrüßt.

  • Wilmersdorf: Ein architektonisches Highlight mit seiner außergewöhnlichen Scheunenkirche.

  • Steinhöfel: Klein und übersichtlich, aber absolut nicht unscheinbar.

  • Bruchhagen: Ein wunderbar beschaulicher Flecken Erde.

  • Görlsdorf: Hier lohnt sich ein kurzer Stopp, um durch den historischen Lenné-Park zu schlendern.

  • ... und von dort geht es direkt wieder zurück zum Ausgangspunkt nach Kerkow.

Naturkino pur: Kraniche, Hasen und ein Feld mit Ohren Zwischen all diesen charmanten Dörfern begleitet euch die unendliche Weite der Uckermark. Momentan explodieren die Farben förmlich: Die Felder leuchten in Blau, Rot, Lila, Weiß und Gold – oft alles direkt nebeneinander.

Und die Tierwelt war gestern besonders gut gelaunt! Mein absolutes Highlight: Ich bin an einem Getreidefeld vorbeigeradelt, aus dem mittenmang nur zwei lange Ohren herausguckten. Ein Reh hatte sich dort vermeintlich perfekt versteckt!

Kurz darauf kamen mir zwei Hasen auf dem Weg entgegen – als sie mich erkannten, haben sie aber ganz schnell Reißaus genommen. Und auch zwei Kraniche am Wegesrand standen zwar in Habacht-Stellung, blieben aber tiefenentspannt, als ich vorbeigerollt bin.

Fazit: Ein genialer Rundweg für alle, die die Vielfalt der Angermünder Dörfer und die unberührte Natur der Uckermark an einem Tag erleben wollen. Packt die Packtaschen und radelt los!


Fotos von den Dörfern