Glasklares Paddelglück: Meine Lübbesee-Premiere im knallroten Gummiboot

Wer mich kennt, weiß, dass ich die Uckermark am liebsten zu Fuß oder auf dem Rad erkunde. Heute war es aber Zeit für eine echte Premiere: Meine allererste Paddeltour! Mit meinem knallroten Gummiboot habe ich die Perspektive gewechselt und mich auf den wunderschönen Lübbesee gewagt.

📍 Tour-Check

  • 🏁 Start & Ziel: Badestelle Petersdorf (Flache, super geeignete Einsetzstelle für Schlauchboote/Kajaks)
  • 📏 Streckenlänge: ca. 9,5 bis 10 Kilometer (halber Lübbesee und zurück)
  • ⏱️ Dauer: ca. 2,5 bis 4 Stunden (je nach Kondition und Fotopausen)
  • 💪 Schwierigkeitsgrad: Leicht (für Einsteiger geeignet, aber ein gutes Workout für die Arme!)
  • 📥 Download: Paddeln Lübbesee kleine Runde.gpx

🚗 Navi-Insider-Tipp: Das Auto-Navi/Google Maps streikt bei der direkten Anfahrt zur Badestelle. Daher: Bis Ortskern Petersdorf navigieren, ab dort die App Komoot einschalten und dem befahrbaren Feldweg folgen.


Glasklares Wasser und versteckte Stege Die Einsetzstelle in Petersdorf ist traumhaft schön und flach. Als das Boot im Wasser lag, fiel mir sofort die fantastische Qualität des Lübbesees auf: Das Wasser ist unheimlich sauber und klar. Man kann zwar nicht bis ganz auf den Grund schauen, aber man sieht wunderbar unter der Oberfläche, wie die grazilen Wasserrosen im Wasser wachsen.

Während man so dahingleitet, entdeckt man am Ufer immer wieder kleine, urige Holzstege. Das Spannende: Weit und breit ist kein Haus zu sehen – auch das sind wohl versteckte Plätze für die Anwohner und Insider.

Verkehrte Welt und uckermärkische Ruhe Die Tierwelt sorgte heute für einige Schmunzler. Als eine vierköpfige Graugansfamilie mein knallrotes Gefährt entdeckte, trat sie schnurstracks die Flucht an – allerdings nicht ins Wasser, sondern ans sichere Land. Verkehrte Welt auf dem See! Einem majestätischen, einzelnen Schwan war mein Boot hingegen völlig schnuppe; mit Sicherheitsabstand passierte ich ihn, ohne dass er sich stören ließ.

Die Ruhe, die einen auf dem Wasser umgibt, ist eine ganz andere als im Wald. Libellen schwirrten über die Wasseroberfläche, der unverkennbare Ruf des Kuckucks schallte über den See und am Himmel kreiste ein mächtiger Greifvogel. Gar nicht so einfach übrigens: Den Vogel im wackeligen Boot sitzend durch das Fernglas zu beobachten, ist eine ganz eigene sportliche Disziplin! Ein echtes Highlight war auch ein Libellen-Pärchen im Tandemflug, das mir haarscharf vors Gesicht flog.

Glitzermeer und der perfekte Abschluss Am Nachmittag kam dann schließlich die Sonne heraus und verwandelte den Lübbesee in ein funkelndes Glitzermeer – schöner geht es einfach nicht. Auf dem Rückweg konnte ich am Ufer sogar noch eine beeindruckende Biberburg entdecken.

Wieder in Petersdorf angelandet, gab es den absolut krönenden Abschluss für diesen Paddeltag: Das Boot raus aus dem Wasser und der geschaffte Paddler – also ich – hinein in die Fluten! Die anschließende Abkühlung im klaren See war die perfekte Belohnung für die ersten 10 Kilometer im knallroten Boot.

Mein Fazit: Das Paddeln muss ich zwar noch ein bisschen trainieren, bevor die erste große Tagestour ansteht, aber der Lübbesee hat mich heute definitiv mit dem Paddel-Virus infiziert!