Wanderung - Zerweliner Heide

Wanderung durch die Zerweliner Heide – Naturerlebnis zwischen Mischwald, Seen und Tierbeobachtungen

📍 Tour-Check

  • 🏁 Start & Ziel: Naugarten
  • 📏 Streckenlänge: ca. 13 Kilometer
  • ⏱️ Dauer: ca. 3,0- 3,5 Stunden (zzgl. Pausen zum beobachten& picknicken)
  • 🏔️ Charakter: Moderate Wanderung. Gute Grundkondition erforderlich. Leicht begehbare Wege. Kein besonderes Können erforderlich.
  • ⚠️ Wichtig: Wasser und kleines Picknick mitnehmen

Die knapp 13,5 Kilometer lange Tour führt durch die stille und außergewöhnlich vielfältige Waldlandschaft der Zerweliner Heide – ein Gebiet, das besonders im Herbst seine ganze Schönheit entfaltet. Gleich zu Beginn tauchst du ein in einen abwechslungsreichen Mischwald, wie man ihn in dieser Dichte nur selten findet: Erlen, Eschen, Lärchen, Kiefern, Kastanien, Buchen und Eichen begleiten deinen Weg. Besonders bemerkenswert sind auch Douglasien, die in dieser Region eher untypisch sind und dem Wald einen leicht exotischen Charakter verleihen.

Ein Abschnitt des Weges folgt dem WWF Naturerbe-Erlebnisweg, der behutsam durch das Naturerbegebiet leitet und vielerorts die Ruhe der Landschaft betont. An diesem Tag herrscht eine fast vollständige Stille – nur das Rascheln der Blätter, das Klopfen eines Spechts und der Wind im Kronendach sind zu hören.

Kurz darauf teilte ich den Weg für einen Moment mit tierischen Mitwanderern: Zwei Rehe hatten scheinbar dieselbe Idee wie ich und liefen rund 200 Meter vor mir entspannt auf dem Pfad, bevor sie schließlich im Dickicht verschwanden.

Der Weg führte vorbei an einem besonders bizarr geschnittenen Baum, dessen ausladende, verwinkelte Äste wie die Beine einer gigantischen Spinne wirkten. Ein unerwarteter, fast märchenhafter Anblick mitten im Wald.

Aufmerksame Augen entdecken zudem ungewöhnliche schwarze Pilze und solche, die wirken, als würden sie wie flüssiges Wachs zerfließen – kleine Naturphänomene, die den herbstlichen Waldboden zum Detailerlebnis machen.

Etwa auf der zweiten Hälfte deiner Wanderung erreichst du den Großen Petznicksee, der ruhig zwischen den Bäumen liegt. Die Spiegelungen des bunten Herbstlaubs auf seiner Oberfläche erzeugen eine fast malerische Stimmung. Ein idealer Ort für eine kurze Pause.

Weiter Richtung Ausgangspunkt passierst du ein kleines, vermutlich altes Trafohaus, das heute eine neue Bestimmung gefunden hat: Es dient als Fledermausstation – ein schön restauriertes Beispiel dafür, wie alte Infrastruktur sinnvoll in Naturschutzprojekte integriert werden kann.

Schließlich führt dich der Weg wieder durch stille Waldabschnitte zurück. Das Herbstlicht, der Duft von Laub und Harz und die ungestörte Natur sorgen für eine durchweg entspannte und atmosphärische Wanderung, die die besondere Mischung aus Wildnis, Ruhe und Artenvielfalt in der Zerweliner Heide eindrucksvoll erlebbar macht.