Winterzauber zwischen Hemme Milch und Weltnaturerbe Grumsin
Wenn der Atem in der Luft gefriert und der Boden unter den Wanderschuhen knirscht, zeigt die Uckermark ihr wahres Gesicht. Hier eine 10 Kilometer lange Winterrunde, die alles bot, was das Outdoor-Herz begehrt: von tierischen Begegnungen bis hin zum UNESCO- Weltnaturerbe.
📍 Tour-Check
- 🏁 Start & Ziel: Hemme Milch Parkplatz, Schmargendorf
- 📏 Streckenlänge: ca. 10 Kilometer
- ⏱️ Dauer: ca. 2,5- 3 Stunden (zzgl. Pausen zum beobachten& fotografieren)
- 🏔️ Charakter: Leicht bis Mittelschwer (überwiegend ebene Wege, im Winter teils rutschig)
- ✨ Highlights: Galloway-Herden, Großer & Kleiner Plunzsee, Weltnaturerbe Grumsin
- 🏠 Einkehrmöglichkeit: Hemme Milch (Achtung: Hofladen/Café nur freitags geöffnet!)
- 📥 Download: winterrunde schmargendorf.gpx
Der Start: Wo die Milch fließt und der Wind pfeift
Los ging es bei Hemme Milch in Schmargendorf. Bei ziemlich eisigen Temperaturen startest du in die Weite. Der Blick? Endlos. Die Luft? Glasklar. Wer hier wandert, merkt schnell: Die Uckermark ist im Winter kein Ort für Zartbesaitete, aber ein Paradies für Entdecker.
Beobachter am Wegesrand
Es dauerte nicht lange, bis sich die ersten „Einheimischen“ zeigten:
-
Rehe und Gänse waren in sicherem Abstand zu beobachten.
-
Aus der Ferne schallte das sehnsüchtige Rufen der Kraniche durch die Stille.
- Galloway-Rinder: Eine beeindruckende Herde stand gelassen in der Kälte. Man fragt sich unweigerlich: Friert denen eigentlich nicht der Allerwerteste ab? Während wir uns in Schichten hüllten, schauten sie mich mit einer stoischen Ruhe an, dass man das Gefühl bekam: Nicht ich beobachtete sie, sondern sie mich.
Halbzeit im Weltnaturerbe
Nach ungefähr der Hälfte des Weges erreichst du den Grumsiner Buchenwald. Die mächtigen Buchen im Winterkleid bilden eine ehrfurchtgebietende Kulisse. Es ist diese ganz spezielle Ruhe im Wald, die eine solche Wanderung zu einem echten Erlebnis macht.
finaler Eiszauber an den Plunzseen
Der Weg führt dich schließlich zum Großen und Kleinen Plunzsee. Ein absolutes Naturschauspiel! Die Seen sind komplett zugefroren und liegen wie riesige, weiße Spiegel in der Landschaft. Wer genau hinsieht, entdeckt am Ufer die unübersehbaren Spuren der Biber – die fleißigen Holzfäller lassen sich auch von Minusgraden nicht bremsen.
Fazit: 10 Kilometer pures Naturglück. Packt euch warm ein, die Uckermark wartet!
Sicherheitshinweis zum Naturschauspiel Eis:
⚠️ Sicherheit am Wasser: Die gefrorenen Flächen des Großen und Kleinen Plunzsees sind wunderschön anzusehen. Bitte beachte jedoch, dass die Eisflächen nicht betreten werden sollten. Es besteht Lebensgefahr, da die Tragfähigkeit der natürlichen Eisdecke nicht kontrolliert wird. Genieße den Anblick der glitzernden Seen sicher vom Ufer aus.